Jobs bei nachhaltigen Unternehmen bevorzugt

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Sechs von zehn Befragten (58 Prozent) gaben an, im Falle eines Jobwechsels gezielt nach Stellen bei nachhaltigen Unternehmen zu suchen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Stepstone.

Im Mai 2023 wurden bisher mehr als 1000 Menschen in Deutschland zur Bedeutung von Nachhaltigkeit im Job und bei der Jobsuche befragt. Bereits 2019 hatte Stepstone eine Studie zu diesem Thema durchgeführt – der Vergleich mit den aktuellen Ergebnissen zeigt, dass das Thema an Bedeutung zunimmt.

Für etwa fünf von zehn Befragten (53 Prozent) ist Nachhaltigkeit heute ein entscheidendes Kriterium, wenn es um die Bindung an den Arbeitgeber geht. So würden vier von zehn (40 Prozent) eine Kündigung erwägen, würde sich der Arbeitgeber bei einem sehr umweltschädlichen Projekt engagieren. Ebenfalls 40 Prozent der Befragten würden einen Jobwechsel in Erwägung ziehen, wenn ihr Arbeitgeber gegen grundlegende Nachhaltigkeitskriterien wie zum Beispiel das Umweltschutz- oder Lieferkettengesetz verstößt.

Neuer Job? Am liebsten bei einem nachhaltigen Unternehmen

Auch bei der Stellensuche spielt Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle: Sechs von zehn Befragten (58 Prozent) gaben an, im Falle eines Jobwechsels gezielt nach Stellen bei nachhaltigen Unternehmen zu suchen – das sind gut 10 Prozent mehr als noch 2019 (47 Prozent). Drei von vier (75 Prozent) würden sich dort auch eher bewerben. Mehr als jede(r) Dritte (38 Prozent) wäre bereit, bei einem nachhaltigen Arbeitgeber ein Gehalt unter dem Marktdurchschnitt zu akzeptieren.

Energiesparen, Plastik vermeiden

Acht von zehn Befragten (80 Prozent) sehen ihren Arbeitgeber in der Verantwortung, sich klimagerecht zu verhalten. Doch mit welchen Maßnahmen werden Unternehmen als besonders nachhaltig wahrgenommen? Die wichtigste Initiative aus Sicht der Befragten: Energiesparen. Das Thema Recycling liegt auf Platz 2 – auch aus Sicht von Arbeitnehmerinnen / Arbeitnehmer ist das Motto des diesjährigen Weltumwelttags – „#BeatPlasticPollution“ – also hochaktuell. Weitere wichtige Maßnahmen: betriebliche Gesundheitsförderung, umweltfreundliche Produkte und Services sowie faire Produktionsbedingungen, ein umweltfreundlicher Fuhrpark sowie Dienstreisen mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln.

Mit Transparenz Bewerberinnen / Bewerber gewinnen

Die Stepstone-Untersuchung offenbart auch, dass Unternehmen in puncto Nachhaltigkeitskommunikation im Bewerbungsprozess aus Sicht der Befragten noch Nachholbedarf haben. Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) finden es schwierig, sich über die Nachhaltigkeit von Unternehmen zu informieren. Dabei wünscht sich die Mehrheit (65 Prozent) schon im Bewerbungsprozess solche Informationen, zum Beispiel zu konkreten Initiativen.

Über die Nachhaltigkeitsumfrage

Was stellen sich Arbeitnehmerinnen / Arbeitnehmer unter Nachhaltigkeit vor und wie können Arbeitgeber dem gerecht werden? Diese Fragen hat Stepstone im Rahmen einer Online-Umfrage untersucht. An der laufenden Befragung haben im Mai 2023 mehr als 1000 Menschen teilgenommen. Davon haben zirka 25 Prozent Führungsverantwortung, während zirka 15 Prozent im Recruiting tätig sind. Bei den aufgeführten Ergebnissen handelt es sich um einen für die Erwerbsbevölkerung in Deutschland repräsentativen Zwischenstand der Studie.

>> Mehr Informationen zur Nachhaltigkeitsstudie von 2019.

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