Das HR JOURNAL

Twenty20/@NamNguyenHai

Das HR JOURNAL ist noch ganz neu in der Personalerszene. Die Idee zu einem solchen Projekt hatte mich schon länger umgetrieben. Im Frühjahr 2020 nahm sie dann Form an. Die Welt der Personaler ist seit langer Zeit mein beruflicher Mittelpunkt, mit Abstechern in PR und Marketing. Seit mittlerweile zehn Jahren habe ich als Journalist und Blogger Entwicklungen in HR begleitet, kommentiert, hinterfragt und kritisch beleuchtet.

Ich finde, dass die deutsche HR-Medienwelt ganz viel Platz bietet für ein Online-Magazin, das Wert auf Tipps und Hands-on legt, Orientierung geben will und einordnet. Gerade jetzt, in der Krisenzeit. Die ursprüngliche thematische Ausrichtung: In der Aufbauphase sollen Recruiting und Employer Branding inhaltliche Schwerpunkte bilden. Und natürlich Nachrichten zur HR-Welt. Beiträge über Leadership, Lernen, Gesundheit und Recht werden hinzukommen. Durch die Pandemie kam dann einiges anders.

Und dann kam Corona…

Corona treibt Prozesse und Trends in der Arbeitswelt voran, die sich zuvor schon abgezeichnet hatten. Die Pandemie hat diesen Schubkraft verliehen: Digitaler wird es werden, wen wundert es. Damit stellt sich dann fast automatisch die Frage nach dem menschlichen Kontakt in einer digitalisierten Welt. Führung hat sich verändert, Work-Life-Balance sowieso. Denn Homeoffice ist eine Sache, ein ungeplantes Corona-Zwangs-Homeoffice eine gänzlich andere.

Je weiter die Pandemie voranschreitet und sich nachhaltige Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft abzeichnen, desto stärker rücken andere Themen in den Vordergrund als jene, die bisher in der HR-Fachpresse einen festen Platz hatten. Mit „New Work“ lassen sie sich nur zum Teil beschreiben. Fast alle Unternehmen mussten den Sprung in eine digitalisierte Arbeitswelt wagen, zum Teil widerstrebend und nicht wirklich gut vorbereitet. Und HR musste nicht nur mitziehen, sondern vielfach die Führung übernehmen. Oft haben sich die Personaler souverän geschlagen.

Der Weg zurück dürfte den Unternehmen schwer fallen, ist vielleicht auch gar nicht gewollt. Was auf uns zukommt, oder auch schon da ist, das werde ich in die Rubrik „Digital“ aufnehmen. Zugegeben, dort dürfte sich vieles finden mit Bezug auf Recruiting und Leadership, Lernen und Gesundheit. Aber durch Corona hat „Digital“ eine ganze andere Wertigkeit bekommen.

Das HR JOURNAL ist „work in progress“

Damit ist dann auch klar: Das HR JOURNAL ist „work in progress“. Der inhaltliche Aufbau des Magazins und dessen Ausrichtung können sich noch ändern. Wir leben in einer Ausnahmezeit. Zeiten wie diese zeichnen sich dadurch aus, dass wir alle wissen, dass sich etwas Grundlegendes ändert. Aber wohin die Reise gehen wird, das ist nicht so richtig abzusehen. Faszinierend, eventuell auch beängstigend. Ausprobieren, anpassen, nachbessern, ausprobieren – das bietet sich jetzt an. So oft wie in den letzten Monaten habe ich den Begriff „iteratives Vorgehen“ noch nie gehört.

Gestaltungsspielraum für Kooperationsparterinnen und -partner

Das HR JOURNAL wird Schritt für Schritt ausgebaut. Technisch ist die Webseite weniger auf aufwendige Gestaltung, denn auf Schnelligkeit und Übersichtlichkeit ausgelegt. Das ist mir wichtig und ich werde versuchen, das beizubehalten. Organisatorisch und redaktionell soll das HR JOURNAL mittelfristig kein Soloprojekt bleiben. Denn im Alleingang lässt sich ein solches Projekt zwar starten, aber kaum dauerhaft verwirklichen.

Im ersten Schritt gibt es Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern. Einige große Player im Markt sind schon an Bord. Gastautorinnen und -autoren sind absolut willkommen. Ideen für Kooperationen gibt es genug, erfolgreiche Vorbilder auch. Also: Wer mitmachen will, sehr gerne! Ich freue mich über Deine/Eure Mail.

Hamburg, im Juli 2020

Helge Weinberg