Digitalisierung im Personalwesen: 6 wichtige Entwicklungen

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Wie wird die Digitalisierung die Arbeit von HR beeinflussen? HR-Software-Anbieter Kenjo nennt sechs Entwicklungen, die den Wandel vorantreiben.

Der Digitale Wandel lässt uns nicht nur effizienter und profitabler arbeiten, sondern führt zu grundlegenden Umwälzungen in Unternehmen und der Gesellschaft. Doch obwohl immer mehr Unternehmen ihre Daten in die Cloud verlagern, beschränken sich viele nur darauf, bereits vorhandene Dienstleistungen in einem digitalen Format zu kopieren.

Doch echte digitale Transformation bedeutet, einen technischen Rahmen zur Umsetzung dieser Leistungen und Daten in verwertbare Insights zu setzen, sodass praktisch alle Unternehmensbereiche darauf zurückgreifen können.

Dabei werden nicht einfach nur Daten in die Cloud migriert, sondern die vorhandenen Strukturen und Prozesse neu geordnet und für alle Mitarbeiter im Unternehmen jederzeit abrufbar gemacht.

Verschiedene Cloud-Service-Arten:

  • Software as a Service (SaaS): Apps, die für den Kunden über einen Webbrowser zugänglich sind (zum Beispiel Gmail, Google Drive, Google Play).
  • Platform as a Service (PaaS): Hier werden Apps entwickelt und getestet.
  • Infrastructure as a Service (IaaS): Ein Ort für Rechenressourcen in einer virtuellen Umgebung.

Schauen wir uns nun einmal ein paar ausgewählte Entwicklungen an, die die Zukunft von HR bestimmen werden. Immerhin mussten viele Personalabteilungen allein im letzten Jahr durch die Corona-Pandemie ihre Strategien komplett neu ausrichten. Neue Technologien spielten dabei eine wichtige Rolle.

1. Hybrides Arbeiten

Immer mehr Menschen arbeiten im Homeoffice und auch nach Corona werden langfristig viele Unternehmen auf eine zumindest hybride Arbeitsweise setzen. HR muss sich dieser dynamischen Landschaft mit unglaublicher Flexibilität anpassen. Durch personalisierte und über mobile Geräte bereitgestellte Weiterbildungsmaßnahmen können Mitarbeiter mit den sich ändernden Qualifikationsanforderungen Schritt halten.

Darüber hinaus sind HR-Tools zur Steuerung von Remote-Mitarbeitern von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören zum Beispiel die Zeiterfassung, das Abwesenheitsmanagement oder aber auch die digitale Personalakte, damit Mitarbeiter auch im Homeoffice stetigen Zugang zu ihren Daten haben.

2. HR-Analytics

Ebenso sind Tools wichtig, die die Leistungsfähigkeit und Effizienz von Mitarbeitern überprüfen. Dabei reden wir nicht von schnöder Präsenzpflicht, sondern von HR-Analytics-Dashboards, die bei der Zuordnung von Key Performance Indicators (KPIs) zu jeder bewährten Praxis und bei der Überwachung der Leistung der einzelnen KPIs in Echtzeit helfen.

3. Social Media Recruiting

Angesichts von Millionen von Nutzern, die auf den verschiedenen Plattform vernetzt sind, bietet das Social Media Recruiting Unternehmen eine schnelle und einfache Möglichkeit, nach potenziellen Mitarbeitern zu suchen und diese zu filtern.

Mittlerweile sind auch Microsoft mit LinkedIn Recruiter, Google mit Google Jobs, Salesforce durch Trailhead, Facebook mit Workplace und viele mehr auf diesen Bereich Human Resources aufgesprungen, um mit den etablierten Platzhirschen Oracle, Workday und anderen zu konkurrieren.

4. Doppelter Einsatz für Compliance

Der Fachkräftemangel und immer komplexer werdende Arbeitswelten verlangen nach einer neuen Aufstellung in den Personalabteilungen. Wie Unternehmen in Zukunft faire Arbeitsbedingungen schaffen und wie sie mit Themen der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz, Diversität und Inklusion, geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden sowie Datenschutzbedenken umgehen und dementsprechend aktiv vorgehen, bedeutet einen echten Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen.

5. Mitarbeiterzufriedenheit und Employee Experience

In dem Zusammenhang spielt die Mitarbeiterzufriedenheit eine wichtige Rolle. HR wird ohne Unterstützung und Mitarbeit vonseiten der IT das digitale Mitarbeitererlebnis nicht umsetzen können.

Der erste Schritt zu einer engeren Zusammenarbeit besteht in einem gemeinsamen Entscheidungsprozess in die richtige Technik. Hier kommen Unternehmen nicht um digitale Plattformen herum, die IT und HR-Self-Service zusammenführen. Nur wenn CHROs und CIOs zusammenarbeiten, digitalisieren sie die Personalarbeit und maximieren den Wert ihrer Mitarbeiterressourcen.

In diesem Sinne sollten Unternehmen traditionelle Tools für die Mitarbeiterzufriedenheit neu konzipieren, um die Anforderungen einer echten „Employee Experience Platform“ zu erfüllen, die sich wirklich auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter konzentriert.

6. Diversität und Inklusion

In einem Zeitalter, in dem Innovationen über alles gestellt werden, sind Diversität und Inklusion die wichtigsten Themen überhaupt. Menschen mit den verschiedensten Hintergründen lernen und denken anders und bringen andere Einsichten und Herangehensweisen mit. Das bedeutet für Unternehmen oftmals einen enormen Wettbewerbsvorteil, um über den Tellerrand hinauszuschauen und unkonventionelle Wege zu gehen, die Unternehmen von Wettbewerbern unterscheidet.

Hier sollte die Gestaltung von Arbeitsplätzen in den Mittelpunkt gerückt werden, um eine Vielzahl von Personen in der Belegschaft unterzubringen – sei es verschiedene Alter, Behinderungen, Sexualität, Gender, Race und ethnische Herkunft, Religion und Weltanschauung sowie soziale Herkunft.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die digitale Transformation darauf abzielt, agile Unternehmensstrukturen zu schaffen, die sich mit der Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten verändern können. Dabei werden technische Errungenschaften ihrer Zeit immer einen Schritt voraus sein. Unternehmen können hier nur versuchen, den Rückstand aufzuholen, um am Puls der Zeit zu bleiben.


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