Studie: Was Softwareentwickler verdienen

| | , ,

Die tech-fokussierte Jobplattform Honeypot hat eine neue Studie zum Thema IT-Gehälter in Deutschland erarbeitet. Hier kommen einige der Ergebnisse.

Die Studie untersucht IT-Gehälter je nach Skillset, Berufserfahrung, Unternehmensgröße und Stadt und zeigt, welche Städte sich im Gehalts-Lebenskosten Vergleich lohnen sowie welche Programmiersprachen besonders gefragt sind. Ebenso hat Honeypot ausgewertet, wie sich Gehälter zwischen Männern und Frauen und zwischen deutschen Fachkräften und denen aus der EU und dem EU-Ausland unterscheiden.

Ergebnisse zusammengefasst:

  • Das durchschnittliche Gehalt für Entwickler in Deutschland ist von 2016 bis einschließlich 2020 stetig gestiegen, von zirka 50.000 € auf 63.000 € (26 Prozent Steigerung).
  • Die Covid-Pandemie wirkte sich zwar kurzfristig auf die Nachfrage nach IT-Fachkräften aus, hatte aber keinen spürbaren Einfluss auf das Gehalt.
  • Developer in Deutschland (mit 0-6 Jahren Erfahrung) erhalten auf Honeypot im Schnitt ein sechs Prozent höheres Gehaltsangebot, als sie gefordert haben.
  • Berlin bietet Entwicklern das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit hohen Gehaltsangeboten und niedrigen Lebenshaltungskosten.
  • Technologien: Besonders gefragt sind Kenntnisse in JavaScript, gefolgt von React, Java und Node.
  • Im Durchschnitt verdienen Junior-Entwickler in Deutschland zirka 53.000 € – nach sechs Jahren Berufserfahrung sind es bereits 70.000 € (32 Prozent Steigerung). Developer im Management verdienen das meiste, gefolgt von Backend, Frontend und Fullstack Rollen.
  • Gender Pay Gap: Im Durchschnitt verdienen weibliche Entwickler in Deutschland 60.000 € und männliche Entwickler 64.000 €.

Berufserfahrung, Tech-Stack, Rolle im Unternehmen, Unternehmensgröße, Stadt und sogar das Geschlecht entscheiden mitunter über die Höhe des Gehalts. Honeypot hat 13.000 Datenpunkte (aus geforderten, angebotenen und tatsächlich gezahlten Gehältern auf Honeypot.io) aus den letzten fünf Jahre analysiert, um herauszufinden, welche Gehälter Entwickler in Deutschland erwarten können.

Gesamtentwicklung

Gehaltsentwicklung seit 2016

Entwicklung während Covid-19

Als COVID-19 Europa traf, war es auf einen Schlag vorbei mit „Business as usual“. Das Virus und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Entwicklungen haben sich allerdings nicht auf die Gehälter von Softwareentwicklern in Deutschland ausgewirkt. In den ersten Monaten der Pandemie gab es lediglich einen Hiring Freeze – die Nachfrage nach IT-Fachkräften ging zeitweise zurück. Von März bis April 2020 wurden 37 Prozent weniger Developer eingestellt als im selben Zeitraum in 2019.

Philipp Goos

„2020 ist für alle durchzogen von Überraschungen und Herausforderungen, und es ist leicht, sich auf die negativen Aspekte zu konzentrieren. Glücklicherweise haben wir aber auch einige gute Nachrichten. Das durchschnittliche Gehalt von Entwicklern ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich von 50.000 € auf 63.000 Euro gestiegen. Selbst im Jahr 2020 sind die Gehälter gestiegen. Außerdem ist der anfängliche Einstellungsstopp, den wir zu Beginn der Pandemie sahen, schnell wieder in einen Aufwärtstrend übergegangen, da sich die Unternehmen weiter anpassen“, so Philipp Goos, CEO bei Honeypot.

Berufserfahrung

Im Durchschnitt verdienen Junior-Entwickler in Deutschland ca. 53.000 € – nach über sechs Jahren Berufserfahrung sind es bereits 70.000 € – eine Steigerung von 32 Prozent.

Gehälter nach Berufserfahrung

Rolle

Während Backend-Entwickler mehr verdienen als ihre Frontend- und Fullstack-Kollegen, haben Manager in Sachen Gehalt die Nase – wenig überraschend – weit vorne. Backend-, Frontend- und Fullstack-Entwickler erhalten in Deutschland durchschnittlich 62.000 Euro, Entwickler in Führungspositionen rund 75.000 Euro. Das sind fast 21 Prozent mehr.

Gehalt nach Rollen

Gehalt nach Rollen und Städten

Städte: Berlin bietet bestes Verhältnis von Gehalt und Lebenshaltungskosten

Gehälter Städtevergleich

Hier finden Sie weitere Ergebnisse.

- Anzeige -
Grafik HR Innovation Day 2022
Vorheriger Beitrag

„Work From Anywhere“: Dem Team die Wahl lassen

Die Rolle von HR beim Wandel zur People Company

Folgender Beitrag