5 Tipps: So gewinnen Sie die passenden Werkstudierenden

| | , ,

- Anzeige -

„Fränkisch zum Mitnehmen“, „Meet & Drink“, „Studis werben Studis“ – Werkstudierende sind gesucht. Gero Schmitt-Sausen, Geschäftsführer vom inFranken.de, gibt fünf Tipps aus der Praxis, wie Sie die passenden Werkstudierenden finden und vor allem auch halten können.

Ob als Assistenz, im Produktmanagement oder in der Redaktion: Ein Teil der DNA von inFranken.de sind die über 30 Werkstudierenden, die in unterschiedlichsten Bereichen unterstützen. Denn Werkstudierende vereinen drei starke Vorteile: eine große Motivation für die ersten praktischen Berufserfahrungen, bereicherndes Methoden-Wissen von der Uni und ein junges, zeitgemäßes Mediennutzungsverhalten über zahlreiche Kanäle. Wie hat inFranken.de diese begehrten Kräfte für sich gewonnen?

1. Die Zielgruppe in Beginner-Interviews und Workshops erschließen

Um die gefragten Köpfe zu finden und zu halten, sollten Unternehmen sich früh mit der Motivation der potenziellen Bewerberinnen / Bewerber auseinandersetzen. Was macht ihren idealen Arbeitgeber aus und warum bleiben sie gerne dort? Um das herauszufinden, kann ein Employer-Branding-Workshop unterstützen – in unserem Fall holten wir die Unternehmenskommunikation und die Marktforschung unseres Mutterunternehmens, der Mediengruppe Oberfranken, mit ins Boot.

Wir gingen diesen Fragen nach: Warum möchten Menschen bei uns arbeiten? Was ist ihnen wichtig? Aber auch: Wie passen ihre Erwartungen mit unseren Anforderungen zusammen? Um hinter die Beweggründe zu kommen, haben wir unterschiedliche Personas erstellt, darunter auch ein Profil eines bzw. einer potenziellen Werkstudierende(n) bei inFranken.de.

- Anzeige -
Banner Zukunft Personal Nord

Basis dafür waren sogenannte „Beginner-Interviews“: Bei ihrer Einstellung fragen wir auf freiwilliger Basis ab, warum sie sich für inFranken.de als Arbeitgeber entschieden haben. Mit Hilfe dieser Maßnahmen konnten wir direkt Veränderungen ableiten – beispielsweise zielen unsere Stellenanzeigen nun in viel stärkerem Maße auf die Erwartungen und Motivation der jungen Menschen ab.

2. Ungewöhnliche Wege gehen – von „Meet & Drink“ bis „Studis werben Studis“

Werkstudierende inFranken.deJede Region hat ihre Eigenarten – in Franken ist es der typische Dialekt und Lokalkolorit, den wir uns zunutze machen. So händigten wir zum Beispiel frankenweit Postkarten unter dem Motto „Fränkisch zum Mitnehmen“ aus – mit fränkischer Mundart und einem damit verbundenen Aufruf, sich bei uns zu bewerben. Daneben sind persönliche Empfehlungen unserer bestehenden Studierenden Gold wert – dieser Recruiting-„Kanal“ ist für uns bisher am erfolgreichsten. Als Dankeschön bekommt jede(r) Werkstudierende, der uns an andere Werkstudierende weiterempfiehlt, eine Prämie.

Um künftigen Kolleginnen / Kollegen einen Einblick in unsere Arbeit zu geben, laden wir auch mal zu einem Meet & Drink ein – hierbei lohnen sich Kooperationen mit Hochschulen und Universitäten in der Region. Daneben sind wir regulär mit Stellenanzeigen auf allen relevanten Plattformen wie feki.de, aber auch in Facebook-Gruppen präsent.

3. Werkstudierende von Anfang an in den Arbeitsalltag einbinden

Werkstudierende sollten ab dem Onboarding als vollwertiges Teammitglied behandelt werden: Das beinhaltet regelmäßige Feedbackgespräche, die Teilnahme an internen Besprechungen und Team-Events. Ein schnelles und gründliches Einarbeiten in die alltäglichen Aufgaben kommt zudem beiden Seiten zugute: Einerseits lernen Werkstudierende von Anfang an die Abläufe und dahinterliegende Jobprofile im Detail kennen. Sie verstehen besser, was von ihnen – auch nach Ablauf der Werkstudierenden-Zeit – erwartet wird. Andererseits werden sie durch eine intensive Einarbeit schneller produktiv und leisten so wertvolle Arbeit.

- Anzeige -
Banner English Edition HR JOURNAL

Ein weiterer Vorteil: Werkstudierende entwickeln ein besseres Verständnis für das Unternehmen. In der Folge sind sie motivierter und fühlen sich schneller als Teil des Teams. Im Idealfall tragen diese Faktoren dazu bei, dass sie ein langfristiges Arbeitsverhältnis anstreben.

4. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl fördern

Foto Teamarbeit
Envato/jacoblund

Neben internen Veranstaltungen, zu denen Werkstudierende obligatorisch Zugang haben, lohnt es sich, weitere, speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene Formate einzuführen. So haben wir mit einem monatlichen Studi-Stammtisch für alle Werkstudierenden bei inFranken.de gute Erfahrungen gemacht. Der Stammtisch vernetzt die Werkstudierenden untereinander und bietet Raum für den beruflichen und privaten Austausch. Hierbei ist es jederzeit möglich, andere interessierte Kolleginnen / Kollegen oder potenzielle Werkstudierende mitzubringen.

Um schon früh für eine Mitarbeiterbindung zu sorgen, kommen weitere Benefits hinzu: Bei uns gehören zum Beispiel ein Onboarding-Paket mit Goodies, wertschätzende Geschenke zu besonderen Anlässen sowie ein Prämiengutschein für die Werkstudierenden bei Vertragsverlängerung dazu.

5. Frühzeitiges Aufzeigen der Entwicklungsmöglichkeiten

Bei längerer Zugehörigkeit sollten Unternehmen transparent machen, was Werkstudierende auch nach Ablauf des Status vom Arbeitgeber erwarten können: Welche fachlichen Richtungen können eingeschlagen, welche Gehälter bei entsprechender Entwicklung erzielt werden? Das Ziel dahinter ist, frühzeitig Jobperspektiven aufzuzeigen. Bei inFranken.de machen wir unseren Werkstudierenden klar: Ob sich jemand tiefer in ein Thema einarbeiten oder sogar etwas ganz anderes im Unternehmen machen möchte – Einblicke in andere Bereiche oder ein Wechsel in einen anderen Fachbereich sind immer möglich.

So startete etwa eine Kollegin als Werkstudentin bei unserem Schwesterportal Fränkische-Rezepte.de in der Content-Entwicklung und gehört mittlerweile fest zum Produktteam von inFranken.de. Statt der inhaltlichen Beiträge für das Schwesterportal stehen bei ihr als Produktmanagerin und UX-Expertin nun stattdessen stark die Fragen nach der Nutzer- / Nutzerinnenzufriedenheit im Mittelpunkt.

Fazit

Mit frühzeitiger Mitarbeiterbindung und dem Aufzeigen von Perspektiven, unterstützen Unternehmen die berufliche Zukunft ihrer Werkstudierenden. Nehmen diese die aufgezeigten Wege an, profitieren die Arbeitgeber wiederum von einer hohen Lern- und Leistungsmotivation und den Fähigkeiten.

Lesen Sie auch die folgenden Beiträge:

Gero Schmitt-Sausen ist Geschäftsführer der mgo Lokale Medien GmbH & Co. KG. In dieser Funktion trägt er die wirtschaftliche Verantwortung für 20 Medienmarken der Mediengruppe Oberfranken und ist für deren Führung und Werbevermarktung zuständig.

Vorheriger Beitrag

Femgineers: Frauennetzwerke in der IT erfolgreich aufbauen

Eine Mutkultur als Basis: Wie HR Veränderungen meistert

Folgender Beitrag