Was Gen Z und Gen Alpha von Geschäftsreisen erwarten

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Junge Generationen bringen verstärkt neue Sichtweisen und Erwartungshaltungen in die Arbeitswelt der Zukunft ein. Das gilt auch in puncto Geschäftsreisen, erklärt Götz Reinhardt, Managing Director MEE bei SAP Concur. Technologie, Personalisierung und Nachhaltigkeit spielen eine besondere Rolle.

Noch zählen Gen Z und Alpha zu den jüngsten Altersklassen – Gen Z beschreibt die Jahrgänge von 1997 bis 2012 und Gen Alpha jene ab 2013. Doch mit dem Start des Jahres 2030 wird die Gen Z Prognosen zufolge die größte Altersklasse der Arbeitnehmenden bilden und die Gen Alpha ihre berufliche Laufbahn beginnen. Obgleich pauschalisierend, wird der Gen Z ein besonders ausgeprägtes soziales Bewusstsein zugeschrieben, während die Gen Alpha als äußerst digital‑orientiert wahrgenommen wird.

Mit diesen jungen Generationen treten Menschen mit neuen Prioritäten in die Wirtschaft ein. Besonders wichtig ist ihnen: Technologie, Personalisierung und Nachhaltigkeit. Viele Unternehmen in Deutschland haben diese Aspekte bereits auf der Agenda. Auch Geschäftsreiseverantwortliche wissen: Das, was Gen Z und Alpha wichtig ist, wirkt sich in hohem Maße auf die Planung, Buchung und Abrechnung von Geschäftsreisen aus. Schon heute existieren Lösungen, mit denen sich Geschäftsreiseprozesse zukunftsorientiert aufstellen lassen. Nun liegt es an Unternehmen ins Handeln zu kommen und diese auch wirklich zu implementieren.

Ohne Technologie, ohne Gen Z

Foto Jugendliche mit Smartphone
Envato/DisobeyArtPh

Um mit Technologie zu punkten, gilt es nicht nur, Internet, Smartphones und mobile Anwendungen zu bieten. Diese werden schon seit einigen Jahren als die Regel und nicht mehr nur als Ausnahme erwartet – und zwar auch von den Jahrgängen vor 1997. Alle danach Geborenen sind Digital Natives. Geboren in eine digitale Welt, hatten sie bereits sehr früh Berührungspunkte mit neuen Technologien und anhaltenden Innovationen im Rahmen der Digitalisierung. Sie gelten als „always on“ und sind an nahtlose Nutzererfahrungen mit einer hohen Bedürfnisorientierung und hohem Komfort gewöhnt. Dementsprechend ausgeprägt sind ihre technischen Vorlieben und Erwartungen.

In Anbetracht dessen müssen Unternehmen in der schnelllebigen und sich stetig weiterentwickelnden digitalen Welt nicht nur bestehende Entwicklungen aufholen, sondern fortlaufend auf dem neuesten Stand der Technik bleiben. Nur so können sie zur Zufriedenheit ihrer digital-affinen Mitarbeitenden beitragen und gleichzeitig produktiv und profitabel bleiben.

Eine Studie von LivePerson bestätigt, dass rund zwei Drittel der weltweit Befragten (65 Prozent) aus der Generation Z lieber digital statt persönlich kommunizieren. Dazu kommt ein starker Fokus auf das Smartphone als erste Anlaufstelle und Schnittstelle in die digitale Welt, das ermittelt eine Studie des IBM Institute for Business. Gleichzeitig weisen Studienergebnisse von SAP Concur darauf hin, dass 99 Prozent der befragten Geschäftsreisenden aus der Gen Z gerne auf Geschäftsreise gehen würden. Fast ein Viertel (23 Prozent) reiste dabei zum Zeitpunkt der Befragung weniger als gewünscht. Bereits zum Berufseinstieg erkannten die Befragten aus Gen Z den Wert von persönlichen Treffen an, um Beziehungen mit Kunden sowie Kolleginnen und Kollegen zu pflegen und produktiver zu arbeiten.

Unternehmen sollten daher einerseits Prozesse digitalisieren, um den Austausch in der digitalen Welt so einfach wie möglich zu machen. Auf der anderen Seite sollten sie alles daran setzen, dass das Nutzererlebnis beim Reisekostenmanagement nicht hinter den gewohnten Erfahrungen zurückbleibt – insbesondere mit Blick auf die jüngeren, digital affinen Generationen.

Das erfordert, dass Unternehmen sich von Papierbergen, Zettelwirtschaft, Hauspost und aufwändigen Abstimmungsprozessen verabschieden und sich stattdessen für digitalisierte Lösungen für das Geschäftsreisemanagement entscheiden. Anstatt beispielsweise Papierbelege über lange Zeiträume hinweg sammeln zu müssen, können Mitarbeitende diese durch smarte Technologien direkt mobil per App erfassen. Manuelle Dateneingaben werden so vermieden und Ausgaben automatisiert erfasst, kategorisiert und aufgeschlüsselt.

Personalisierung ist das A und O der digitalen Welt

Foto Flughafen
Envato/davidpradoperucha

Die digitale Umgebung prägt nicht nur die technischen Vorlieben der Digital Natives, sie erwarten auch ein höheres Maß an Personalisierung. Sie sind es gewohnt, dass Angebote genau auf sie zugeschnitten sind und erwarten das Gleiche an ihrem Arbeitsplatz. Deloitte führt in diesem Kontext etwa aus, dass persönliche und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten genau zu den Bedürfnissen der Mitarbeitenden passen sollten. Übertragen auf Geschäftsreisen bedeutet das, dass die individuellen Werte und Wünsche der Mitarbeitenden auf Geschäftsreise berücksichtigt werden. Sport und Ernährung spielen zum Beispiel eine große Rolle.

In einer Umfrage von SAP Concur geben etwa die Hälfte der 18 bis 29-Jährigen an, auf Geschäftsreisen weniger Sport zu treiben (47 Prozent) und sich ungesünder zu ernähren (49 Prozent). Mehr Wahlmöglichkeiten bei Hotelanbietern und der weiteren Reiseplanung liefern hier auch mehr Entscheidungsfreiheit. Setzen Unternehmen dies um, steigert sich die allgemeine Zufriedenheit. Denn was zunächst nach zusätzlichem Aufwand bei Planung und Abrechnung klingt, lässt sich mit den richtigen Lösungen unkompliziert verwalten. Eine Win-Win-Situation. Partner-Netzwerke können außerdem beitragen, das Beste aus digitalen Lösungen herauszuholen.

Nachhaltigkeit im Fokus

Foto Wiesen und Baum
Twenty20/@spinnermel

Für jüngere Generationen hat Nachhaltigkeit oberste Priorität. Dass sich dies auch auf Unternehmen auswirkt, zeigt ebenfalls die von Deloitte veröffentlichte Studie: 77 Prozent der Befragten aus der Generation Z ist es wichtig, dass ihre Werte mit denen ihres Unternehmens übereinstimmen. Neben Regulierungen üben demnach auch Millennials sowie die Generationen Z und Alpha einen wachsenden Druck auf Unternehmen aus, Nachhaltigkeitsbestrebungen voranzutreiben. Diese Erkenntnisse decken sich mit Studienergebnissen von SAP Concur. Darin gaben beispielsweise fast alle befragten Mitglieder der Gen Z (93 Prozent) an, dass sie Maßnahmen ergreifen möchten, die zur Verringerung der Umweltbelastung durch ihre Geschäftsreisen beitragen.

Unternehmen sollten sich daher konkrete Ziele setzen, die ihre negativen Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. Emissionseinsparpotenziale im Geschäftsreisemanagement gibt es an den unterschiedlichsten Stellen. Geschäftsreisende können beispielsweise vom Flugzeug auf den Zug umsteigen, Termine geografisch sinnvoll kombinieren oder umweltfreundliche Unterkünfte wählen. Das geht jedoch nur, wenn ihre Arbeitgeber diesen Bemühungen zustimmen und passende Angebote bereitstellen. Dafür braucht es Daten, denn was man nicht messen kann, kann man nicht steuern.

Je mehr Mitglieder der Generationen Z und Alpha in die Arbeitswelt eintreten, umso wahrscheinlicher wird es, dass sich diese Entwicklung hin zu nachhaltigeren Geschäftsreisen über Regularien hinaus fortsetzt und durch ihre Anforderungen sogar verstärkt. Was gut für die Umwelt ist, ist dabei auch gut fürs Geschäft: Unternehmen, die Nachhaltigkeit als Handlungsprinzip stärker berücksichtigen, können sich schneller an neue Vorschriften anpassen, was wiederum Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit fördert.

Bestandsaufnahme: Was Arbeitnehmende künftig wollen

Unternehmen sollten progressiv die neuesten Technologien einsetzen, einen hohen Grad an Personalisierung ermöglichen und messbare Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Andernfalls werden Arbeitnehmende der Gen Z und Gen Alpha bei der Jobauswahl die Augen nach Unternehmen offenhalten, die bereits wegweisende Lösungen einsetzen und sich auf neue Generationen eingestellt haben.

Um dies zu erreichen, sollten Geschäftsreiseverantwortliche mit ihren Partnern, anderen Abteilungen und Führungskräften des Unternehmens ins Gespräch kommen und neue Potenziale ausloten. Essenziell hierbei ist, auch den Status quo genau zu kennen. Denn nur so können Differenzen zu den Erwartungen von Mitarbeitenden identifiziert und behoben werden.

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Foto Götz Reinhardt

Götz Reinhardt ist seit August 2016 Managing Director MEE bei SAP Concur. In dieser Position ist er verantwortlich für den Aufbau langfristiger und vertrauensvoller Kundenbeziehungen, während er gleichzeitig das Neukundengeschäft von SAP Concur treibt. Bevor er die Führungsposition bei SAP Concur bekleidete, besetzte Götz Reinhardt sechzehn Jahre lang verschiedene Positionen im Mutterunternehmen SAP.

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