Führung in Corona-Zeiten: Starker Charakter gefragt

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Auch die Führungsqualifikationen sind in Zeiten von Corona und Digitalisierung im Wandel, sagt Martin Krill, Geschäftsführer Hager Unternehmensberatung.

Die Top-Executives von heute wurden vom Coronavirus vor ungeahnte Herausforderungen gestellt und müssen sich in rasantem Tempo anpassen. Die Veränderungen durch Krisensituationen – gepaart mit neuen Geschäftsmodellen, Organisationen und Strategien – sind oftmals tiefgreifend und stellen gänzlich neue Anforderungen an Manager. Größe allein reicht nicht, sie lähmt eher schnelle Entscheidungszyklen.

Geschwindigkeit und Flexibilität der Unternehmen sind jetzt die Maßgrößen für Erfolg. Konservativ denkende Führungskräfte haben es jetzt besonders schwer. Durch die jetzt vorherrschenden Situationen geht es vielmehr um explizite Führung, um Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Respekt und Integrität. Es erfordert eine Kommunikation mit mehr Vertrauensvorschuss und mit weniger Kontrolle als im althergebrachten Standard. Neues braucht Neues.

New Work ist nicht mehr nur ein Buzzword, sondern de facto schon existent. Die Pandemie hat unternehmerische Leitlinien und die an Manager gestellten Anforderungen verändert. Eine gradlinige Führungskultur ist hier völlig fehl am Platz. Vertrauen und Loyalität sind erfolgversprechende Grundlagen.

Reine Fachexpertise ist zu wenig

Führungsfähigkeiten sind nur selten angeboren und sie richten sich auch nicht nur auf Mitarbeiter, sondern vor allem auf die Organisationseinheit, in der Leistungen erbracht werden. Wichtig ist, dass Entscheidungen schnell getroffen und das richtige Maß an Verantwortung übernommen werden können. So ist es möglich, Komplexität zu reduzieren und den Mitarbeitern Orientierung und Handlungsspielräume zu geben.

Unternehmen, die auch nach der Coronakrise erfolgreich bleiben und weiterwachsen wollen, benötigen außergewöhnlich gute Führungskräfte an der vordersten Front.

Doch was bedeutet exzellent?

Nicht die Perfektionisten sind hier gefragt, sondern diejenigen, die klare mentale Stärken aufweisen. Diese spiegeln sich in Kompetenzen wie der Ergebnisorientierung, den interpersonellen und auch den individuellen Fähigkeiten sowie einer ausgeprägten Empathie wider. Ein starker Charakter schwimmt auch mal gegen den Strom, um technologische Innovationen umzusetzen und Veränderungen voranzutreiben. Modernes Management erfordert mehr als reine Fachexpertise. Diese sogenannten Soft Skills gilt es zu finden und zu prüfen.

Fazit: Die aktuelle Krisensituation, gepaart mit der Schnelllebigkeit bei der Einführung technologischer Innovationen, benötigt Agilität und Exzellenz. Die allgegenwärtigen Arbeitsmodelle im Zeitalter von New Work erfordern zudem eine andere Führungsmentalität, um erfolgreich zu agieren. Gut ist nicht immer gut genug. Das Thema Corona in Kombination mit der Digitalisierung prägt alles, es verändert Prozesse, Unternehmen, das Lebensbild im Alltag und vor allen Dingen die Anforderungen an jeden Einzelnen.

Martin Krill ist seit knapp zwanzig Jahren für die Hager Unternehmensberatung tätig und wurde 2004 zum Geschäftsführer berufen. Er besetzt gehobene Vertriebs- und Management-Positionen in der Technologiebranche sowie in weiteren ausgewählten Branchen.

Die Hager Unternehmensberatung beschäftigt mittlerweile rund 100 Mitarbeiter an den deutschen Standorten. Aufgrund der Partnerschaft zu Horton International ist sie in mehr als 40 Niederlassungen in den global wichtigsten Wirtschaftsregionen vertreten.

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