5 Tipps: Eine offene Kommunikationskultur entwickeln

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Für eine positive Employee Experience ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem offenes und ehrliches Feedback geteilt wird. Von Lauren Rice, Principal Consultant – Employee Experience bei Qualtrics, erfahren Sie, wie Sie eine offene Kommunikationskultur am Arbeitsplatz entwickeln.

Zusammenarbeit, Wissensmanagement, Austausch – Kommunikationskultur in Unternehmen hat viele Facetten. Und obwohl sie unmittelbaren Einfluss auf das Miteinander und den Erfolg einer Organisation hat, wird Kommunikationskultur oftmals nicht ausreichend gewürdigt.

Für eine wirklich positive Employee Experience ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem offenes und ehrliches Feedback geteilt wird. Eine Kultur der offenen und vertrauensvollen Kommunikation hat einen unmittelbaren Einfluss auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen: Sie sind engagierter, kreativer und fühlen sich mit den Zielen des Unternehmens eng verbunden. Damit hat eine offene Kommunikation direkten Einfluss auf die Unternehmenskultur, den Umsatz sowie die Mitarbeiterproduktivität und das -Engagement.

Vorteile einer offenen Kommunikationskultur

Eine gute Kommunikation am Arbeitsplatz ermöglicht es Angestellten, sich an gemeinsamen Zielen auszurichten und zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus schafft sie ein Verständnis dafür, wie und warum Dinge in einer bestimmten Art und Weise gemacht werden. Dies fördert das Verständnis für Aufgaben und schafft ein Sprungbrett für neue Ideen und Möglichkeiten. Im Umkehrschluss zieht schlechte Kommunikation verminderte Produktivität, Stress und ein geringeres Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach sich.

Doch Kommunikationskultur ist nicht nur entscheidend für den direkten Austausch, sie hat auch Einfluss auf strategische und operative Fähigkeiten einer Organisation. Durch die richtige Kommunikation am Arbeitsplatz stellen sie sicher, dass das Wissen in ihren Teams verbleibt und verhindern, dass das in der Vergangenheit Gelernte in der Zukunft verloren geht. Mit klar formulierten Kommunikationsstrukturen können sie auch gewährleisten, dass dieses Wissen flexibel an aktuelle und künftige Herausforderungen angepasst und gestaltet werden kann.

Welche Rolle spielt Vertrauen für eine effektive Kommunikation?

Viele Organisationen sagen über sich selbst, dass sie Wert auf eine effektive Kommunikation am Arbeitsplatz legen, aber nur wenige leben eine echte Kultur der Offenheit und Ehrlichkeit. Voraussetzung für die Bereitschaft, bei der Arbeit offen zu kommunizieren, ist ein solides Vertrauen in das Unternehmen und das gesamte Arbeitsumfeld. Dieses entsteht im Laufe der Zeit und setzt voraus, dass sowohl Führungskräfte als auch Teammitglieder Zusagen machen und diese auch einhalten – und dass sie offen und authentisch miteinander umgehen.

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Beispiele sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die darauf vertrauen, dass Vorgesetzte sie bei einem wichtigen Projekt unterstützen, oder leitende Angestellte, die darauf vertrauen, dass Forschungs- und Entwicklungsteams rechtzeitig zur Markteinführung Produktverbesserungen liefern. Vertrauen und eine offene und ehrliche Kommunikation stärken Beziehungen team- und levelübergreifend.

Tipps für eine offene Kommunikationskultur am Arbeitsplatz

Im Folgenden einige Tipps, um eine effektive Kommunikation am Arbeitsplatz zu entwickeln und aufrecht zu erhalten:

  1. Regelmäßige Updates: Ein echter Kulturwandel entsteht, wenn sich alle Führungskräfte und Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter zu einer offenen und ehrlichen Kommunikation verpflichten. Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen und so viele Informationen wie möglich teilen, zum Beispiel durch regelmäßige Geschäftsupdates. Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter wollen informiert sein und nicht von wichtigen Entscheidungen überrascht werden. Je besser sie informiert sind, desto stärker fühlen sie sich mit dem Unternehmen verbunden, weil sie wissen, wie ihre Arbeit zur Gesamtstrategie des Unternehmens beiträgt.
  2. Ziele und Ergebnisse: Routinemäßige Geschäftsupdates fördern zwar die Transparenz, doch geht man noch einen Schritt weiter, indem man Ziele und wichtige Ergebnisse offen kommuniziert, so dass alle Beteiligten dasselbe Ergebnis im Blick haben. So verstehen Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter, wie sich ihre Rolle in das Gesamtbild einfügt, und sie tragen Verantwortung für das Erreichen der gesetzten Ziele.
  3. Offene Türen und Ohren: Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter sollten die Möglichkeit erhalten, um Ideen mitzuteilen, Fragen zu stellen oder um Feedback zu bitten. In Zeiten von Remote Work geht dies über den direkten Austausch hinaus. Daher sollten Unternehmen ihre Kommunikationskanäle erweitern und verschiedene Feedback-Plattformen anbieten. Wenn Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter wissen, dass ihre Vorgesetzten ein offenes Ohr für ihre Gedanken und Ideen haben, werden sie diese auch in Zukunft äußern. Falls Teammitglieder nicht freiwillig zu ihnen kommen, kann es hilfreich sein, sie einzeln anzusprechen, um ihr Feedback einzuholen.
  4. Feedback annehmen: Ein wichtiger Bestandteil einer offenen und ehrlichen Kommunikation am Arbeitsplatz ist es, negatives oder konstruktives Feedback willkommen zu heißen und zu fördern. Führungskräfte sollten sich die Zeit nehmen, über das Feedback nachzudenken und es zu berücksichtigen, anstatt es vorschnell abzulehnen – dies könnte Kolleginnen und Kollegen entmutigen, sich in Zukunft zu äußern. Auch wenn es unmöglich ist, auf alle Rückmeldungen zu reagieren: Es ist wichtig, das Feedback oder die Ideen, die geteilt wurden, zu würdigen und gegebenenfalls aufzugreifen. Eine solche Offenheit für Feedback schafft Sicherheit und ist ein Motor für Innovation und Kreativität sowie eine tragende Säule des Mitarbeiterengagements.
  5. Feedback teilen: Auch Führungskräfte sollten ihre eigenen Vorschläge, Kommentare und Ideen teilen und um Feedback zu ihrer Person bitten. Zu einer offenen und ehrlichen Kommunikation gehört es auch, transparent zu sein und Fehler einzugestehen. Wenn Vorgesetzte ihre Fehler eingestehen, gibt dies auch Mitarbeiterinnen / Mitarbeitern Raum, Probleme anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Ein positiver Kommunikationskreislauf am Arbeitsplatz

Wenn Vertrauen und offene Kommunikation in der Arbeitsumgebung gelebt werden, fühlen sich Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter ermutigt, offen zu sprechen, ihre innovativen Ideen zu teilen und sind gewillt, insgesamt mehr – und nicht nur nach Aufforderung – beizutragen. Dies fördert einen lebendigen und transparenten Austausch. Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter verstehen die Ziele und Erfolge des Unternehmens und sind an ihrer Gestaltung beteiligt, dazu werden sie ermutigt, in jeder Situation das Wort zu ergreifen, und fühlen sich mit ihrer Arbeit und ihren Kolleginnen und Kollegen eng verbunden.

Doch damit Kommunikationskultur auch wirklich den gewünschten Erfolg nach sich zieht, sind alle Teammitglieder gefordert, unabhängig davon, welche Aufgaben und Positionen sie innehaben. Nur wenn alle an einem Strang ziehen und oben genannte Maßnahmen in den Alltag übertragen, wird das Miteinander und das Unternehmen selbst positiv beeinflusst.

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Lauren Rice ist Principal Consultant - Employee Experience bei Qualtrics und unterstützt Kunden bei der Entwicklung und Skalierung von Employee Experience Programmen. Vor ihrer Tätigkeit bei Qualtrics war Lauren Teil des HR Workforce Analytics-Teams von Johnson & Johnson. Dort war sie an der Leitung des Mitarbeiterumfrageprogramms beteiligt. Sie hat an der University of Georgia in Industrial-Organizational Psychology promoviert und hat einen Bachelor of Science in Psychologie von der High Point University. Sie ist ein aktives Mitglied der Society for Industrial and Organizational Psychology (SIOP). Foto: © Qualtrics

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